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M&A Börse

Druckerei kaufen – Angebote & Nachfolge

Wer eine Druckerei kaufen möchte, übernimmt in der Regel einen Maschinenpark, eingespielte Produktionsabläufe und einen Kundenstamm, der oft von wenigen Großaufträgen abhängt. Die Branche besteht überwiegend aus kleinen und mittelständischen Betrieben [1]. Viele Inhaber suchen eine Nachfolge, zugleich verändern Digitaldruck und Online-Bestellportale das Geschäft. Diese Seite beschreibt, welche Kennzahlen Käufer prüfen, welche rechtlichen Punkte relevant sind und wie Sie die Übernahme strukturieren. M&A Börse vermittelt nur den Kontakt und gibt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

Stand: Oktober 2026

Aktuelle Angebote: Druckerei

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Aktuell keine öffentlichen Inserate für Druckerei.

Viele Übergaben laufen diskret. Legen Sie ein anonymes Kaufgesuch an – Verkäufer und Berater können Sie dann direkt über die Plattform kontaktieren.

Marktlage und Begriffe: Druckerei, Offsetdruck, Digitaldruck

Nach Angaben des Bundesverbands Druck und Medien (bvdm) erzielte die Druckindustrie 2025 einen Umsatz von rund 18,3 Milliarden Euro; zur Branche gehören etwa 6.000 überwiegend kleine und mittlere Betriebe mit etwa 95.000 Beschäftigten [1]. Der Verband gibt diese Zahlen auf seiner Startseite an; eine Aufschlüsselung nach Betriebsgrößen oder Verkaufsfällen liegt Ihnen damit nicht vor.

Unter dem Begriff Druckerei fallen sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle: Akzidenzdruck (Flyer, Briefbögen, Broschüren), Verpackungs- und Etikettendruck, Zeitungs- und Zeitschriftendruck, Digitaldruck-Dienstleister sowie Copyshops und Schnelldruckereien. Handwerksrechtlich werden Drucker, Siebdrucker und Flexografen unter dem Beruf Print- und Medientechnologe geführt [6]. Die Berufsbezeichnung spielt für die Frage der Meisterpflicht eine Rolle (siehe unten).

Nachbarbereiche mit anderer Struktur finden Sie bei der werbeagentur kaufen-Seite, im stationären Handel mit Papier bei schreibwarenladen kaufen und bei buchhandlung kaufen. Wer Beratungs- oder Dienstleistungsbetriebe vergleicht, findet Orientierung im Bereich kanzlei kaufen.

Worauf Käufer bei einer Druckerei achten

Der Wert einer Druckerei hängt weniger an der Firmenbezeichnung als an dem, was sich nach der Übergabe fortführen lässt. Käufer prüfen typischerweise folgende Punkte:

  • Maschinenpark: Alter, Wartungshistorie, Auslastung und Restbuchwerte von Offset-, Digital- und Weiterverarbeitungsmaschinen. Ersatzteilverfügbarkeit und Serviceverträge sind bei älteren Maschinen entscheidend.
  • Kundenstruktur: Anteil der größten Kunden am Umsatz, Dauer der Geschäftsbeziehungen, wiederkehrende Aufträge gegenüber Einzelprojekten, Rahmenverträge.
  • Produktmix: Anteil von Digitaldruck, Offsetdruck und Veredelung sowie Abhängigkeit von einzelnen Produktgruppen.
  • Materialkosten und Preisweitergabe: Papier ist ein großer Kostenblock; relevant ist, ob Preisänderungen an Kunden weitergegeben werden konnten.
  • Personal: Altersstruktur, Qualifikation der Drucker und Weiterverarbeiter, Schichtmodelle, Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen.
  • Standort und Räume: Mietvertrag oder Eigentum, Traglasten, Hallenhöhe, Genehmigungslage.

Belastbare branchenweite Richtwerte für Rohertragsmarge, Personalquote oder Umsatz je Mitarbeiter liegen uns nicht vor. Fordern Sie deshalb Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) und Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre an und vergleichen Sie diese mit Zahlen von Branchenverbänden oder Ihrem Steuerberater.

Druckerei kaufen: Preis und Bewertung

Zur Frage, was eine Druckerei kostet, gibt es keine belastbaren Daten: Uns sind keine verlässlichen, öffentlich zugänglichen Auswertungen zu tatsächlich gezahlten Kaufpreisen oder Bewertungsmultiplikatoren für Druckereien bekannt. Wir nennen deshalb bewusst keine Spanne für den Druckerei-Kaufpreis.

Was den Preis beeinflusst, lässt sich dennoch benennen:

  • Nachhaltig bereinigtes Ergebnis: Der Gewinn nach Abzug eines marktüblichen Inhabergehalts. Viele Inhaber arbeiten selbst mit und bilden das in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ab.
  • Maschinenwerte: Gebrauchtmaschinen haben einen eigenen Markt; Gutachten oder Händlereinschätzungen helfen bei der Einordnung.
  • Investitionsstau: Anstehende Ersatzinvestitionen mindern den Preis.
  • Kundenkonzentration: Hängt ein großer Teil des Umsatzes an wenigen Auftraggebern, sinkt in der Regel die Zahlungsbereitschaft.
  • Immobilie: Wird sie mitverkauft, sollten Betrieb und Immobilie getrennt bewertet werden.

Eine erste Indikation erhalten Sie mit dem Rechner, mit dem Sie den unternehmenswert berechnen können,. Das Ergebnis ist eine Orientierung, keine Bewertung. Hintergründe zu den Methoden finden Sie im Ratgeber zur Unternehmensbewertung.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Genehmigungen

Meisterpflicht: Das Handwerk der Print- und Medientechnologen (Drucker, Siebdrucker, Flexografen) steht in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung, ist also zulassungsfrei [6]. Auch Buchbinder zählen dazu [6]. Für die Führung eines solchen Betriebs ist kein Meistertitel Voraussetzung. Anlage A (zulassungspflichtige Handwerke) enthält keine Druckberufe [2]. Der Steindruck ist als handwerksähnliches Gewerbe geführt [6]. Auch ohne Meisterpflicht gelten die Anzeigepflicht beim Gewerbeamt und die Mitgliedschaft in der Handwerkskammer bzw. IHK, abhängig von der Eintragung des Betriebs.

Immissionsschutz: Je nach Verfahren (zum Beispiel Rollen- oder Tiefdruck mit Lösemitteleinsatz) können Anlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigungsbedürftig sein; die Einzelheiten regelt die 4. BImSchV [3]. Prüfen Sie bei jeder Übernahme, welche Genehmigungen vorliegen und ob sie auf den Käufer übergehen oder angezeigt werden müssen.

Gefahrstoffe und Abfall: Druckfarben, Reinigungsmittel und Lösemittel unterliegen den üblichen Vorschriften zu Gefahrstoffen, Lagerung und Entsorgung. Verlangen Sie Gefahrstoffverzeichnis, Entsorgungsnachweise und gegebenenfalls Betriebsanweisungen.

Betriebsübergang: Bei einem Verkauf des Betriebs (Einzelübertragung der Wirtschaftsgüter) gehen Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB grundsätzlich auf den Erwerber über; Mitarbeiter sind vorher zu informieren [4]. Lassen Sie die Vertragsgestaltung anwaltlich prüfen.

Technische und kaufmännische Prüfung vor dem Kauf

Die Prüfung vor dem Kauf verbindet kaufmännische, technische und rechtliche Fragen. Ein Gutachter oder Maschinenhändler kann den technischen Zustand beurteilen, ein Steuerberater die Zahlen. Die Checkliste in dieser Seite fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Besonders wichtig: Sprechen Sie vor Vertragsabschluss, soweit der Verkäufer zustimmt, mit den wichtigsten Kunden und Schlüsselmitarbeitern, und klären Sie, welche Aufträge bereits fest eingeplant sind.

Finanzierung der Übernahme

Die KfW bietet für Gründung und Nachfolge Förderkredite an, die Sie über Ihre Hausbank beantragen [5]. Aktuelle Produktnamen, Höchstbeträge und Konditionen prüfen Sie direkt auf kfw.de, da sie sich ändern. Auch die Förderbank Ihres Bundeslandes kann Programme anbieten.

Banken fragen bei Druckereien erfahrungsgemäß nach Maschinenwerten als Sicherheit, nach dem Investitionsbedarf und nach der Kundenkonzentration. Eine erste Kalkulation von Kaufpreis, Eigenkapital und Kapitaldienst liefert der unternehmenskauf finanzierung rechner. Ergänzend sind Verkäuferdarlehen oder Kaufpreisraten möglich; sie sollten vertraglich genau geregelt werden.

Druckerei übernehmen oder verkaufen: so läuft der Kontakt

Für Käufer: Wenn Sie eine Druckerei übernehmen möchten, durchsuchen Sie die anonymen Inserate oder hinterlegen ein Kaufgesuch über die Seite firma zu kaufen gesucht. Mit der Funktion „Benachrichtigen“ erfahren Sie, wenn ein passendes Inserat erscheint. Das Exposé erhalten Sie nach einer digitalen Vertraulichkeitserklärung (NDA).

Für Verkäufer: Wer seine Druckerei verkaufen will, kann anonym inserieren. Das ist besonders wichtig, weil Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten nicht vorzeitig von einem Verkauf erfahren sollen. Ob Sie als Inhaber „Druckerei Nachfolger gesucht“ formulieren oder konkret eine Druckerei zu verkaufen anbieten, bleibt Ihnen überlassen; wichtig sind nachvollziehbare Zahlen und ein realistischer Zeitplan. Wenn Sie eine Druckerei abzugeben haben, beginnen Sie früh mit Unterlagen und Maschinenübersicht. Bei der Wahl von Beratern hilft das Verzeichnis, etwa über den Begriff nachfolgeberater.

M&A Börse ist eine Plattform für die Kontaktanbahnung. Wir vermitteln nicht, erheben keine Provision und erteilen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Muster für NDA und Absichtserklärung (LOI) stehen als Vorlagen bereit; lassen Sie diese anwaltlich prüfen.

Kennzahlen, auf die Käufer bei Druckerei achten

KennzahlWarum sie zähltOrientierung
Umsatzanteil der größten KundenZeigt die Abhängigkeit von einzelnen Auftraggebern und damit das Risiko beim Inhaberwechsel.keine belastbaren Daten
MaschinenauslastungHinweis darauf, ob Kapazitäten für Wachstum frei sind oder Ersatzinvestitionen anstehen.keine belastbaren Daten
Materialeinsatzquote (Papier, Farben)Papier ist ein großer Kostenblock; die Quote zeigt Preisdruck und Weitergabe an Kunden.keine belastbaren Daten
PersonalkostenquoteQualifiziertes Personal ist knapp; die Quote zeigt Kostenlast und Abhängigkeit von Schlüsselkräften.keine belastbaren Daten
Anteil wiederkehrender AufträgeRahmenverträge und Stammkunden sind planbarer als Einzelprojekte.keine belastbaren Daten
Altersstruktur und Restbuchwerte der MaschinenBestimmt den Investitionsbedarf nach der Übernahme und den Preisabschlag.keine belastbaren Daten

Preisorientierung und Bewertungsansatz

Für Druckereien liegen uns keine belastbaren Daten zu tatsächlich gezahlten Kaufpreisen oder Multiplikatoren vor. Preistreiber sind das um den Inhaberlohn bereinigte Ergebnis, Alter und Wert der Maschinen, Investitionsstau, Kundenkonzentration und eine mögliche Immobilie. Für eine erste Indikation dient der Rechner, mit dem Sie den unternehmenswert berechnen können; eine belastbare Bewertung erstellen Fachleute.

Für Multiplikatoren in dieser Branche gibt es keine belastbaren öffentlichen Daten. Wir zeigen daher keine Spanne an.

Unternehmenswert berechnen

Zahlen mit Quellenangabe in eckigen Klammern; Quellen am Seitenende.

Due-Diligence-Checkliste: Druckerei

  • Jahresabschlüsse und BWA der letzten drei Jahre, bereinigt um Inhabergehalt und Sondereffekte
  • Umsatz nach Kunden und Produktgruppen (Offset, Digital, Weiterverarbeitung, Veredelung)
  • Maschinenliste mit Baujahr, Zustand, Wartungs- und Serviceverträgen sowie Restbuchwerten
  • Leasing- und Finanzierungsverträge für Maschinen, Eigentumsvorbehalte
  • Rahmenverträge, Preisvereinbarungen und Kündigungsfristen mit den größten Kunden
  • Papier- und Farblieferanten, Konditionen und Abhängigkeiten
  • Mietvertrag oder Grundbuchauszug, Laufzeit, Traglasten und Nutzungsgenehmigung
  • Immissionsschutzrechtliche Genehmigungen und Anzeigen, Übertragbarkeit auf den Käufer
  • Gefahrstoffverzeichnis, Betriebsanweisungen und Entsorgungsnachweise
  • Arbeitsverträge, Altersstruktur, Überstunden, Urlaubsansprüche und Schlüsselpersonen
  • Software, Lizenzen, Web-to-Print-Portal und Domains: Eigentum und Übertragbarkeit
  • Offene Forderungen, Auftragsbestand und laufende Garantie- oder Reklamationsfälle
  • Versicherungen, insbesondere Maschinen-, Betriebsunterbrechungs- und Haftpflichtversicherung

Kaufgesuche in dieser Branche

Noch keine öffentlichen Kaufgesuche. Inhaber können ihr Unternehmen anonym inserieren und werden mit passenden Käufern abgeglichen.

Häufige Fragen

Brauche ich einen Meistertitel, um eine Druckerei zu führen?

Nein. Print- und Medientechnologen (Drucker, Siebdrucker, Flexografen) sind in Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung geführt und damit zulassungsfrei [6]. Anlage A mit den zulassungspflichtigen Handwerken enthält keine Druckberufe [2].

Wie groß ist die Druckindustrie in Deutschland?

Der Verband bvdm nennt für 2025 einen Umsatz von rund 18,3 Milliarden Euro, etwa 6.000 überwiegend kleine und mittlere Betriebe und etwa 95.000 Beschäftigte [1].

Gibt es Richtwerte für den Kaufpreis einer Druckerei?

Keine belastbaren Daten. Uns sind keine verlässlichen öffentlichen Auswertungen zu Kaufpreisen oder Multiplikatoren bekannt. Eine erste Indikation liefert der Unternehmenswert-Rechner; eine individuelle Bewertung erfordert Fachleute.

Was passiert mit den Mitarbeitern bei einem Verkauf?

Bei einem Betriebsübergang treten Sie als Erwerber grundsätzlich in die bestehenden Arbeitsverhältnisse ein; die Beschäftigten sind vorher zu informieren (§ 613a BGB) [4]. Lassen Sie den Ablauf rechtlich prüfen.

Sind für eine Druckerei besondere Genehmigungen nötig?

Das hängt vom Verfahren ab. Bestimmte Druckanlagen, etwa mit größerem Lösemitteleinsatz, können nach dem Immissionsschutzrecht genehmigungsbedürftig sein [3]. Prüfen Sie vorhandene Bescheide und deren Übertragbarkeit.

Wie finanziere ich den Kauf einer Druckerei?

Üblich sind Eigenkapital, ein Bankdarlehen über die Hausbank, gegebenenfalls ein KfW-Förderkredit [5] und ein Verkäuferdarlehen. Den Finanzierungsrechner können Sie für eine erste Kalkulation nutzen.

Kann ich als Verkäufer anonym bleiben?

Ja. Inserate erscheinen anonym; das Exposé mit Details erhalten Interessenten erst nach einer digitalen Vertraulichkeitserklärung.

Erhält M&A Börse eine Provision?

Nein. Die Plattform stellt nur den Kontakt her, vermittelt nicht und berät weder rechtlich noch steuerlich.

Weiterführende Seiten

Quellen

  1. [1] Bundesverband Druck und Medien e. V.: bvdm: Zahlen und Fakten zur Druckindustrie (Startseite) (abgerufen 2026-10)
  2. [2] Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: Handwerksordnung, Anlage A (zulassungspflichtige Handwerke) (abgerufen 2026-10)
  3. [3] Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: Vierte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (4. BImSchV) (abgerufen 2026-10)
  4. [4] Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: § 613a BGB Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang (abgerufen 2026-10)
  5. [5] KfW Bankengruppe: Gründung und Nachfolge – Förderkredite (abgerufen 2026-10)
  6. [6] Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de: Handwerksordnung, Anlage B (zulassungsfreie und handwerksähnliche Gewerbe) (abgerufen 2026-10)