Zum Inhalt springen
M&A Börse

Nachfolge-Index: Angebote, Preise & Multiples nach Branche (quartalsweise)

Wie viele Betriebe stehen zur Übergabe an, wie viele finden keinen Nachfolger, und welche Preise rufen Inhaber auf? Diese Seite bündelt die belastbarsten Zahlen der Unternehmensnachfolge Statistik in Deutschland. Grundlage sind das Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 der Förderbank, die Schätzung des IfM Bonn für 2026 bis 2030 und der DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025. Alle Angaben sind mit Quellen belegt und stammen von Stand Oktober 2026. Eigene Auswertungen aus Inseraten der M&A Börse veröffentlichen wir erst, wenn die Datenbasis aussagekräftig ist.

Stand: Oktober 2026

Plattformdaten – 3. Quartal 2026

Aktive Inserate
0
Neue Inserate im Quartal
0
Aktive Kaufgesuche
0
Median Angebots-Multiple (EBIT)
zu wenige Daten
Gemeldete Verkäufe gesamt
0
Median Verkaufs-Multiple
zu wenige Daten
Median Monate bis Verkauf
zu wenige Daten
Anteil Verkäufe über Plattform
zu wenige Daten
Nach Branchengruppe
GruppeAktivNeuAngebots-MultipleKaufgesuche
Bau: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Beauty & Wellness: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Bildung: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Einzelhandel: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Freizeit & Sport: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Gastronomie: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Gesellschaften & Sonderformen: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Gesundheit: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Handwerk: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Hotel & Tourismus: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Industrie & Produktion: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Kanzleien & Beratung: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Kfz & Mobilität: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Landwirtschaft & Garten: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Lebensmittelhandwerk: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Online-Business: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Pflege & Soziales: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Transport & Logistik: Betriebe kaufen &00zu wenige Daten0
Nach Bundesland
LandAktivNeuAngebots-Multiple
Baden-Württemberg00zu wenige Daten
Bayern00zu wenige Daten
Berlin00zu wenige Daten
Brandenburg00zu wenige Daten
Bremen00zu wenige Daten
Hamburg00zu wenige Daten
Hessen00zu wenige Daten
Mecklenburg-Vorpommern00zu wenige Daten
Niedersachsen00zu wenige Daten
Nordrhein-Westfalen00zu wenige Daten
Rheinland-Pfalz00zu wenige Daten
Saarland00zu wenige Daten
Sachsen00zu wenige Daten
Sachsen-Anhalt00zu wenige Daten
Schleswig-Holstein00zu wenige Daten
Thüringen00zu wenige Daten

Eigene Plattformdaten von M&A Börse (Angebotspreise, freiwillige Verkaufsmeldungen, Kaufgesuche). Medianwerte erst ab 10 Datenpunkten; darunter „zu wenige Daten“. Angebotsdaten sind keine Transaktionspreise.

Wie viele Übergaben stehen an?

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn schätzt, dass im Zeitraum 2026 bis 2030 rund 186.000 Familienunternehmen zur Übergabe anstehen, das entspricht etwa 37.200 pro Jahr [2]. Die Zahl stagniert gegenüber der vorherigen Schätzung, obwohl das Alter der Inhaber steigt; das IfM führt dies auf die verschlechterte wirtschaftliche Lage zurück [2]. Die meisten Übergaben entfallen auf unternehmensnahe Dienstleistungen, das Verarbeitende Gewerbe und den Handel; 83,7 % der erwarteten Übergaben liegen in Westdeutschland, 16,3 % in Ostdeutschland einschließlich Berlin [2].

Die KfW zählt anders und fasst den Mittelstand weiter, einschließlich Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständiger. Danach registriert sie bis Ende 2029 jährlich rund 109.000 Nachfolgewünsche [1]. Die Werte beider Institute sind wegen der unterschiedlichen Abgrenzung nicht direkt vergleichbar.

Nachfolgelücke Deutschland: Zahlen und Ursachen

Die Nachfolgelücke in Deutschland ist das Missverhältnis zwischen abgabewilligen Inhabern und potenziellen Übernehmern. Die KfW nennt als Ursachen unter anderem zu geringe Gründungszahlen: 2024 gab es 585.000 Existenzgründungen, deutlich weniger als um die Jahrtausendwende [1]. Zugleich altert die Inhaberschaft: 57 % der mittelständischen Inhaber sind 55 Jahre oder älter, über 2 Mio. Personen; das Durchschnittsalter liegt bei knapp über 54 Jahren [1].

Der DIHK sieht dieselbe Lücke aus Sicht der Beratungspraxis. Die IHKs führten 2024 fast 10.000 Beratungen mit Inhabern durch, die ihr Unternehmen abgeben wollen oder müssen, 16 % mehr als im Vorjahr; dem standen nur gut 4.000 beratene Interessenten gegenüber, die ein bestehendes Unternehmen fortführen wollen [4]. Für 5.620 Unternehmen gab es keinen potenziellen Nachfolge-Kandidaten, die Lücke hat sich seit 2019 fast verdoppelt [4].

Unternehmen ohne Nachfolger: Zahl der geplanten Stilllegungen

Nicht jede fehlende Nachfolge endet in einer ungewollten Schließung. Laut KfW zieht 2025 jedes vierte mittelständische Unternehmen (25 %) eine bewusste Geschäftsaufgabe nach dem Rückzug der aktuellen Inhaber in Betracht, hochgerechnet rund 114.000 pro Jahr bis Ende 2029 [1]. Der häufigste Grund ist das erreichte Rentenalter (52 % der Unternehmen mit Stilllegungsplänen), gefolgt von mangelndem Familieninteresse (47 %) und Bürokratieaufwand (42 %) [1]. Ungewollte Stilllegungen wegen unerfüllter Nachfolgewünsche sind nach Einschätzung der KfW aktuell seltener zu erwarten [1].

Die Zahl der Unternehmen ohne Nachfolger lässt sich daher nur als Spanne angeben: Sie hängt davon ab, ob man geplante Aufgaben, ungewollte Schließungen oder die in der IHK-Beratung erfassten Fälle zählt. Eine amtliche Gesamtstatistik hierzu gibt es nach unserer Recherche nicht.

Kaufpreise im KMU-Segment: Was Inhaber erwarten

Die Kaufpreise KMU lassen sich aus Verkäufersicht über das KfW-Mittelstandspanel einordnen. Planen Inhaber die Übergabe zwischen 2025 und 2029, liegt der durchschnittliche angestrebte Verkaufspreis bei rund 499.000 Euro; seit 2019 ist das ein Plus von 34 %, preisbereinigt rund 9,5 % [1]. Im Schnitt streben Nachfolgeplaner das 1,2-fache ihres Jahresumsatzes an, der Median liegt bei 0,6 [1]. Es handelt sich um Preisvorstellungen, nicht um erzielte Preise.

Segment Angestrebter Preis (Nachfolge in 5 Jahren) Veränderung seit 2019
Mittelstand insgesamt 499.000 € +34 % [1]
FuE-intensives Verarbeitendes Gewerbe 762.000 € +51 % [1]
Sonstiges Verarbeitendes Gewerbe 720.000 € +62 % [1]
Wissensintensive Dienstleistungen 536.000 € +46 % [1]
Sonstige Dienstleistungen 456.000 € +32 % [1]
Einzel- und Großhandel 434.000 € +22 % [1]
Baugewerbe 374.000 € +51 % [1]

Quelle: KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 [1]. Die Werte sind eine Abschätzung der KfW.

Dass Wunsch und Markt auseinanderliegen können, zeigt der DIHK: 36 % der beratenen Alt-Inhaber fordern nach Einschätzung der IHKs einen überhöhten Kaufpreis [4]. Weiterführend finden Sie Bewertungsmethoden im Ratgeber zur Unternehmensbewertung und eine Orientierung zu Faktoren im Tool EBIT Multiplikator Branchen.

Wer übernimmt? Nachfolgewege im Überblick

Eine IfM-Metaanalyse von 23 empirischen Studien über mehr als 40 Jahre ergibt: 54 % der Inhaber übergaben innerhalb der Familie, 17 % an Mitarbeitende und 29 % extern, etwa an Führungskräfte, andere Unternehmen oder Dritte [3]. Seit 2010 haben familieninterne Lösungen leicht an Bedeutung verloren, externe gewonnen [3]. Mehr zu den Wegen finden Sie im Ratgeber Unternehmensnachfolge.

Branchen im Überblick

Branchenspezifische Zahlen zu Angeboten und Preisen aus eigenen Inseraten veröffentlichen wir derzeit nicht, weil dafür keine ausreichend belastbare Datenbasis vorliegt. Zur Orientierung nach Branchengruppen: Handwerksbetrieb kaufen, Gastronomie kaufen, Praxis kaufen, Ladengeschäft kaufen, Baubetrieb kaufen und Industrieunternehmen kaufen. Die Plattform vermittelt nur den Kontakt, bietet keine Maklertätigkeit und keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.

Methodik und Grenzen

Die Zahlen stammen aus Befragungen und Hochrechnungen mit unterschiedlichen Definitionen: Das IfM zählt Familienunternehmen mit Übergabe, die KfW den gesamten Mittelstand inklusive Kleinstunternehmen, der DIHK bildet nur die Fälle ab, die in IHK-Beratungen ankommen [1][2][4]. Preisangaben sind Wünsche der Inhaber. Wir aktualisieren die Seite, sobald neue Ausgaben erscheinen; das IfM erwartet die nächste Schätzung der Übergaben Ende 2029 [3]. Wollen Sie selbst aktiv werden, können Sie als Verkäufer ein Inserat aufgeben und unternehmen verkaufen oder als Käufer unternehmen kaufen.

Häufige Fragen

Wie viele Unternehmen stehen in den nächsten Jahren zur Übergabe an?

Das IfM Bonn schätzt 186.000 Familienunternehmen für 2026 bis 2030, etwa 37.200 pro Jahr [2]. Die KfW zählt wegen weiterer Abgrenzung rund 109.000 Nachfolgewünsche pro Jahr bis Ende 2029 [1].

Wie groß ist die Nachfolgelücke?

Der DIHK meldet für 2024 fast 10.000 IHK-Beratungen von Abgebenden gegenüber gut 4.000 Interessenten; für 5.620 Unternehmen gab es keinen potenziellen Nachfolger [4]. Eine amtliche Gesamtzahl existiert nicht.

Wie viele Unternehmen planen eine Stilllegung statt einer Nachfolge?

Nach der KfW erwägt 2025 jedes vierte mittelständische Unternehmen eine bewusste Geschäftsaufgabe, rund 114.000 pro Jahr bis Ende 2029 [1].

Was wollen Inhaber für ihr Unternehmen haben?

Im Durchschnitt rund 499.000 Euro bei Nachfolge bis 2029, im Mittel das 1,2-fache des Jahresumsatzes (Median 0,6) [1]. Das sind Preisvorstellungen, keine erzielten Verkaufspreise.

Wie alt sind mittelständische Inhaber im Durchschnitt?

Knapp über 54 Jahre; 57 % sind 55 Jahre oder älter [1].

Wie häufig wird innerhalb der Familie übergeben?

Laut IfM-Metaanalyse in 54 % der Fälle, an Mitarbeitende in 17 %, extern in 29 % [3].

Gibt es Branchenzahlen aus den Inseraten der M&A Börse?

Derzeit nicht. Wir veröffentlichen sie erst, wenn die Datenbasis belastbar ist.

Weiterführende Seiten

Quellen

  1. [1] KfW Research: Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025: Pläne für Geschäftsaufgaben wachsen erneut – Kaufpreisvorstellungen deutlich gestiegen (Fokus Volkswirtschaft Nr. 526) (abgerufen 2026-10)
  2. [2] IfM Bonn: Unternehmensübertragungen (Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030) (abgerufen 2026-10)
  3. [3] IfM Bonn: Nachfolgen: gewählte Nachfolgelösungen (abgerufen 2026-10)
  4. [4] DIHK: DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2025 (abgerufen 2026-10)