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M&A Börse

Second-Hand-Laden kaufen – Angebote & Nachfolge

Wer einen second hand laden kaufen möchte, übernimmt kein Standardsortiment, sondern ein Geschäft, dessen Ware oft aus Ankauf, Kommission oder Spenden stammt. Der Wert liegt daher weniger im Lager als in Standort, Mietvertrag, Warenbeschaffung und Stammkundschaft. Der Handelsverband Deutschland (HDE) beziffert den Second-Hand-Umsatz in Deutschland auf knapp 15 Milliarden Euro, rund 2 Prozent des Einzelhandelsumsatzes [1]. Diese Seite erklärt Kennzahlen, Rechtsfragen und Prüfpunkte der Übernahme. M&A Börse stellt nur den Kontakt her: ohne Vermittlung, ohne Provision und ohne Rechts- oder Steuerberatung.

Stand: Oktober 2026

Aktuelle Angebote: Second-Hand-Laden

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Aktuell keine öffentlichen Inserate für Second-Hand-Laden.

Viele Übergaben laufen diskret. Legen Sie ein anonymes Kaufgesuch an – Verkäufer und Berater können Sie dann direkt über die Plattform kontaktieren.

Situation und Begriffe: Second-Hand-Laden, Secondhandshop, Kleiderladen

Der Begriff umfasst mehrere Geschäftsmodelle: Der klassische Second-Hand-Laden kauft Ware an oder nimmt sie in Kommission, der Vintage- oder Kindersecondhand-Laden spezialisiert sich auf Nischen, und Sozialkaufhäuser finanzieren sich teils über Spenden und Förderung. Auch die Schreibweisen "Secondhand", "Second Hand" und "Second-Hand" meinen dasselbe; wer einen secondhand laden kaufen will, sucht in der Regel dasselbe Angebot wie jemand, der einen Second-Hand-Shop übernehmen möchte. Eine einheitliche rechtliche Definition gibt es nicht. Entscheidend ist, woher die Ware kommt, denn davon hängen Marge, Personalaufwand und Rechtspflichten ab.

Der Markt wächst nach Angaben des HDE: Das Umsatzvolumen liegt bei knapp 15 Milliarden Euro [1]. PwC erwartete in einer Studie von 2023 für Secondhand-Mode ein Volumen von fünf bis sechs Milliarden Euro im Jahr 2025, nach rund 3,5 Milliarden Euro 2022; das ist eine Prognose, keine Istzahl [2]. Wichtig für Käufer: Ein großer Teil des Wachstums läuft über Online-Plattformen, nicht über stationäre Läden. Wie viele inhabergeführte Second-Hand-Läden es gibt, ist uns nicht belastbar bekannt; dafür liegt keine amtliche Statistik vor.

Der stationäre Handel insgesamt steht unter Druck: Der HDE erwartet für Ende 2026 noch 296.600 Geschäfte, 4.900 weniger als im Vorjahr [3]. Das IfM Bonn schätzt für 2026 bis 2030 rund 186.000 Unternehmensübergaben, davon 37.800 im Handel [4]. Einen Überblick über die Branchengruppe bietet die Seite Ladengeschäft kaufen.

Worauf Käufer bei einem Second-Hand-Laden achten

Allgemeingültige Richtwerte, etwa für Umsatz je Quadratmeter oder Rohertragsspanne, nennen wir nicht: Dazu gibt es keine frei zugänglichen, belastbaren Daten. Die Spannen unterscheiden sich stark zwischen Kommissionsmodell, Eigenankauf und Spendenware. Verlangen Sie stattdessen mindestens drei Jahre Zahlen und vergleichen Sie diese.

  • Warenbeschaffung: Woher kommt die Ware, und wie abhängig ist der Laden von einzelnen Lieferanten, Einlieferern oder Spendern? Kann der Ankauf ohne den Inhaber weiterlaufen?
  • Kommissionsware und Eigentumsverhältnisse: Bei Kommission gehört die Ware nicht dem Laden. Klären Sie, welcher Anteil des Bestands fremdes Eigentum ist und wie Abrechnungen laufen.
  • Rohertrag und Abschriften: Ware, die nicht verkauft wird, muss reduziert oder entsorgt werden. Fragen Sie nach Umschlagshäufigkeit und Restposten.
  • Mietquote und Restlaufzeit: Miete samt Nebenkosten im Verhältnis zum Umsatz bestimmt den Ertrag; ohne übertragbaren Mietvertrag ist der Standort wertlos.
  • Personal: Sortierung, Preisauszeichnung und Aufbereitung sind arbeitsintensiv. Prüfen Sie Qualifikation, Dienstalter und Bleibebereitschaft.
  • Stammkunden und Online-Kanal: Wie hoch ist der Anteil wiederkehrender Kunden, und wird online verkauft?
  • Saisonalität: Bekleidung hängt vom Wetter und von Saisonwechseln ab; Umsätze sollten monatsweise vorliegen.

Preistreiber und Bewertung: second hand laden kaufen Preis

Zum Thema second hand laden kaufen Preis liegen uns keine belastbaren Daten vor: Weder amtliche Statistiken noch seriöse Branchenstudien nennen Multiplikatoren oder typische Kaufpreise für inhabergeführte Second-Hand-Läden. Wir geben deshalb bewusst keine Spanne an. Angebote, die pauschale Faktoren nennen, sollten Sie hinterfragen.

Typische Preistreiber sind der nachhaltig erzielbare Gewinn nach einem angemessenen Unternehmerlohn, die Lage, die Restlaufzeit des Mietvertrags, die Unabhängigkeit der Warenbeschaffung vom Inhaber sowie der Zustand von Ladenausstattung und Kassensystem. Der Warenbestand wird meist gesondert bewertet, am besten über eine gemeinsame Inventur zum Übergabestichtag. Eine erste Orientierung gibt der Unternehmenswert berechnen auf dieser Plattform; das Ergebnis ist eine Indikation, keine Bewertung. Für ein belastbares Gutachten ziehen Sie einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer hinzu, den Sie über einen Nachfolgeberater finden.

Genehmigungen, Haftung und Mietvertrag

Für den Handel mit gebrauchter Kleidung ist kein Meisterbrief nötig; es handelt sich nicht um ein Handwerk. Die Übernahme eines Gewerbebetriebs ist bei der zuständigen Behörde anzuzeigen (§ 14 GewO) [5]. Besonderheiten gelten, wenn ein Laden hochwertige Gebrauchtgüter wie Elektronik oder Edelmetalle ankauft: Bestimmte An- und Verkaufsgewerbe zählen zu den überwachungsbedürftigen Gewerben (§ 38 GewO) [6]. Klären Sie beim Gewerbeamt, ob Ihr Sortiment betroffen ist; reine Bekleidung fällt typischerweise nicht darunter.

  • Haftung bei Firmenfortführung: Führen Sie die bisherige Firma fort, haftet der Erwerber grundsätzlich für Verbindlichkeiten des Vorgängers (§ 25 HGB) [7].
  • Betriebsübergang: Sie treten in bestehende Arbeitsverhältnisse ein (§ 613a BGB) [8].
  • Mietvertrag: Die Überlassung der Räume an einen Dritten bedarf grundsätzlich der Erlaubnis des Vermieters (§ 540 BGB) [9]. Holen Sie die Zustimmung vor dem Kauf ein.

Beim Warenverkauf gelten zudem allgemeine Pflichten wie Preisangaben und Gewährleistung; lassen Sie diese im Einzelfall rechtlich prüfen. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

Prüfung vor dem Kauf eines Second-Hand-Ladens

Prüfen Sie Zahlen, Verträge und Ware systematisch. Allgemeine Hinweise finden Sie im Ratgeber zur Due Diligence; die branchenspezifische Checkliste steht unten auf dieser Seite. Besonders wichtig sind die Herkunft der Ware, die Trennung von Kommissions- und Eigenware, die Übertragbarkeit des Mietvertrags und die Abhängigkeit vom Inhaber. Vergleichen Sie Kassenberichte mit Buchhaltung und Steuererklärungen und lassen Sie wesentliche Punkte von Ihrem Berater bestätigen.

Finanzierung: KfW und Hausbank

Kleine Übernahmen im Einzelhandel finanzieren Käufer häufig mit Eigenkapital, Bankdarlehen und Förderkrediten. Die KfW bietet Gründern und Nachfolgern den ERP-Förderkredit KMU an, der über die Hausbank beantragt wird [10]. Aktuelle Konditionen und Voraussetzungen prüfen Sie direkt auf kfw.de, ebenso Programme der Förderbank Ihres Bundeslandes. Einen Überblick zu den Möglichkeiten gibt der Ratgeber Unternehmenskauf finanzieren; rechnen können Sie mit dem Unternehmenskauf Finanzierung Rechner. Da die Ware beim Second-Hand-Laden oft den Großteil der Substanz ausmacht, achten Banken typischerweise besonders auf die Nachhaltigkeit der Erträge.

Second-Hand-Laden übernehmen, verkaufen oder abgeben

Auf M&A Börse können Inhaber anonym inserieren, wenn ein second hand laden zu verkaufen ist. Interessenten sehen zunächst ein anonymisiertes Inserat und erhalten das Exposé erst nach einer digitalen Vertraulichkeitserklärung (NDA). Wer einen second hand laden verkaufen will, kann direkt unternehmen verkaufen. Findet sich kein Nachfolger im Umfeld, hilft ein Inserat dabei, dass ein second hand laden nachfolger gesucht wird, ohne Mitarbeitende und Kundschaft zu verunsichern. Auch wenn Sie einen second hand laden abzugeben haben, bleibt die Identität bis zur Freigabe geschützt.

Käufer, die einen second hand laden übernehmen oder einen secondhand laden übernehmen wollen, legen ein Kaufgesuch an oder richten Benachrichtigungen ein. Wer einen secondhand laden zu verkaufen hat, kann dieselben Wege nutzen. Alle Angebote und Gesuche finden Sie unter Unternehmen kaufen. Für Verhandlung und Vertrag stellt die Plattform Vorlagen für NDA und Absichtserklärung (LOI) bereit; sie ersetzen keine anwaltliche Prüfung. Verwandte Branchen: Boutique kaufen, Buchhandlung kaufen und Schuhgeschäft kaufen.

Kennzahlen, auf die Käufer bei Second-Hand-Laden achten

KennzahlWarum sie zähltOrientierung
WarenbeschaffungZeigt, ob Ankauf, Kommission oder Spenden den Bestand speisen und wie inhaberabhängig sie sind.keine belastbaren Daten
Anteil KommissionswareFremdes Eigentum gehört nicht zur Kaufmasse und ist abzugrenzen.keine belastbaren Daten
Rohertrag und AbschriftenUnverkäufliche Ware mindert die Marge; Umschlag ist entscheidend.keine belastbaren Daten
Umsatz je QuadratmeterMisst die Flächenproduktivität im Mehrjahresvergleich.keine belastbaren Daten
MietquoteMiete samt Nebenkosten im Verhältnis zum Umsatz bestimmt den Restertrag.keine belastbaren Daten
PersonalkostenquoteSortieren und Aufbereiten sind arbeitsintensiv.keine belastbaren Daten
StammkundenanteilZeigt Übertragbarkeit des Umsatzes auf den Nachfolger.keine belastbaren Daten

Preisorientierung und Bewertungsansatz

Für Kaufpreise und Multiplikatoren inhabergeführter Second-Hand-Läden liegen keine belastbaren Daten vor. Der Wert ergibt sich aus dem nachhaltigen Ertrag, dem Mietvertrag, der Warenbeschaffung und dem Warenbestand, der gesondert per Inventur bewertet wird.

Für Multiplikatoren in dieser Branche gibt es keine belastbaren öffentlichen Daten. Wir zeigen daher keine Spanne an.

Unternehmenswert berechnen

Zahlen mit Quellenangabe in eckigen Klammern; Quellen am Seitenende.

Due-Diligence-Checkliste: Second-Hand-Laden

  • Jahresabschlüsse und BWA der letzten drei Jahre
  • Kassenberichte und Umsätze monatsweise mit Buchhaltung abgleichen
  • Herkunft der Ware und Lieferanten- bzw. Einlieferer-Liste
  • Trennung von Eigen- und Kommissionsware, offene Abrechnungen
  • Gemeinsame Inventur und Bewertung des Warenbestands
  • Altersstruktur und Umschlag des Lagers
  • Mietvertrag: Laufzeit, Miete, Nebenkosten, Zustimmung des Vermieters
  • Arbeitsverträge, Dienstalter, Minijobs, offene Urlaubsansprüche
  • Gewerbeanmeldung und Prüfung eines etwaigen § 38 GewO
  • Zustand der Ladenausstattung und des Kassensystems
  • Online-Verkäufe, Plattformkonten und Kundendaten (Datenschutz)
  • Offene Verbindlichkeiten, Steuern, Leasing- und Dauerschuldverhältnisse
  • Abhängigkeit vom Inhaber und Übergabeplan

Kaufgesuche in dieser Branche

Noch keine öffentlichen Kaufgesuche. Inhaber können ihr Unternehmen anonym inserieren und werden mit passenden Käufern abgeglichen.

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein Second-Hand-Laden?

Dazu gibt es keine belastbaren Daten. Der Preis hängt vom nachhaltigen Gewinn, Standort, Mietvertrag und Warenbestand ab und wird individuell verhandelt.

Brauche ich einen Meisterbrief?

Nein, Handel mit gebrauchter Kleidung ist kein Handwerk. Eine Gewerbeanzeige ist nötig (§ 14 GewO) [5]. Beim Ankauf hochwertiger Gebrauchtgüter kann zusätzlich § 38 GewO relevant sein [6].

Haftet der Käufer für Altschulden?

Bei Fortführung der bisherigen Firma grundsätzlich ja, § 25 HGB [7]. Lassen Sie die Vertragsgestaltung rechtlich prüfen.

Gehen die Mitarbeitenden automatisch mit über?

Ja, nach § 613a BGB tritt der Erwerber in die Arbeitsverhältnisse ein; Beschäftigte können widersprechen [8].

Kann ich den Mietvertrag übernehmen?

Nur mit Zustimmung des Vermieters (§ 540 BGB) [9]. Klären Sie das vor Vertragsunterzeichnung.

Wie finanziere ich die Übernahme?

Üblich sind Eigenkapital, Bankdarlehen und Förderkredite wie der ERP-Förderkredit KMU der KfW [10], beantragt über die Hausbank.

Wie wächst der Second-Hand-Markt?

Der HDE nennt knapp 15 Milliarden Euro Umsatz [1]. Das Wachstum findet jedoch teils online statt; für stationäre Läden gibt es keine eigene belastbare Statistik.

Was kostet das Inserieren auf M&A Börse?

Das Basis-Paket ist kostenlos. Weitere Pakete sind kostenpflichtig; es fällt keine Provision an.

Weiterführende Seiten

Quellen

  1. [1] Handelsverband Deutschland (HDE): Umsatzentwicklung Second Hand (abgerufen 2026-10)
  2. [2] PwC Deutschland: Secondhand-Mode im Aufwind: Umsatz steigt bis 2025 auf bis zu 6 Milliarden Euro (abgerufen 2026-10)
  3. [3] Handelsverband Deutschland (HDE): HDE-Prognose für 2026: Einzelhandel in Deutschland verliert 4.900 Geschäfte (abgerufen 2026-10)
  4. [4] Institut für Mittelstandsforschung Bonn: Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030 (Daten und Fakten Nr. 37) (abgerufen 2026-10)
  5. [5] Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 14 GewO Anzeigepflicht (abgerufen 2026-10)
  6. [6] Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 38 GewO Überwachungsbedürftige Gewerbe (abgerufen 2026-10)
  7. [7] Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 25 HGB Haftung des Erwerbers bei Fortführung der Firma (abgerufen 2026-10)
  8. [8] Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 613a BGB Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang (abgerufen 2026-10)
  9. [9] Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de: § 540 BGB Gebrauchsüberlassung an Dritte, Kündigungsrecht des Mieters (abgerufen 2026-10)
  10. [10] KfW Bankengruppe: ERP-Förderkredit KMU (365, 366) (abgerufen 2026-10)