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M&A Börse

Catering-Unternehmen kaufen – Angebote & Nachfolge

Wer ein Catering kaufen möchte, übernimmt keinen Laden mit Laufkundschaft, sondern ein Auftragsgeschäft: Kundenbeziehungen zu Firmen, Veranstaltern und Privatpersonen, eine Produktionsküche, Fahrzeuge, Equipment und ein eingespieltes Team. Das Gastgewerbe insgesamt steht seit Jahren unter wirtschaftlichem Druck [1]. Diese Seite ordnet Kennzahlen, Preisfindung, Hygiene- und Gaststättenrecht, Prüfpunkte und Finanzierung ein und benennt offen, wo belastbare Daten fehlen. M&A Börse stellt nur den Kontakt her, ohne Vermittlung, Provision oder Rechts- und Steuerberatung.

Stand: Oktober 2026

Aktuelle Angebote: Cateringunternehmen

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Aktuell keine öffentlichen Inserate für Cateringunternehmen.

Viele Übergaben laufen diskret. Legen Sie ein anonymes Kaufgesuch an – Verkäufer und Berater können Sie dann direkt über die Plattform kontaktieren.

Situation am Markt und Begriffe: Catering, Partyservice, Cateringfirma

„Catering“, „Partyservice“, „Eventcatering“ und „Cateringfirma“ bezeichnen im Kern denselben Betriebstyp: Speisen und Getränke werden zubereitet und am Ort des Kunden ausgegeben oder dorthin geliefert, etwa bei Firmenfeiern, Hochzeiten, Tagungen oder Messen. Hinzu kommen Mischformen mit Lieferservice, Mittagsverpflegung oder Lieferung an Kitas und Schulen. Wer lieber einen festen Gastraum betreibt, findet Hinweise unter Restaurant kaufen; wer Mitarbeiterverpflegung vor Ort sucht, unter Kantine kaufen; für Veranstaltungsdienstleister gibt es Eventagentur kaufen. Einen Überblick über das Gesamtfeld bietet die Seite Gastronomie kaufen.

Eine amtliche Statistik, die ausschließlich Cateringunternehmen zählt, ist nicht bekannt; dazu gibt es keine belastbaren Daten. Zur Konjunktur des Gastgewerbes liegen Zahlen vor: Der reale Umsatz lag 2025 um 14,8 % unter dem Niveau von 2019, nominal 11,6 % darüber. Von Januar bis November 2025 wurden 2.314 Insolvenzverfahren im Gastgewerbe beantragt, 25,8 % mehr als im Vorjahr [1]. Ob Catering davon stärker oder schwächer betroffen ist, lässt sich daraus nicht ableiten. Unter Stichworten wie Catering zu verkaufen oder Cateringfirma zu verkaufen finden sich daher sowohl solide Betriebe ohne Nachfolger als auch Objekte, die eine sehr genaue Prüfung verlangen.

Worauf Käufer bei einem Cateringbetrieb achten

Entscheidend ist, ob der Betrieb nach Wareneinsatz, Personal, Fahrzeug- und Küchenkosten und einem angemessenen Unternehmerlohn nachhaltig Gewinn erzielt. Branchenweite, amtlich belegte Richtwerte für Cateringfirmen existieren nicht. Die Arbeitskosten im Gastgewerbe lagen im vierten Quartal 2025 um 39,6 % über dem Wert des vierten Quartals 2019 [1]; Personal ist in der Regel der größte Hebel.

Kennzahlen, die Sie sich belegen lassen sollten

  • Umsatzstruktur: Anteil von Stammkunden, Rahmenverträgen und Einzelaufträgen, getrennt nach Firmen- und Privatkunden.
  • Kundenkonzentration: Wie viel Umsatz entfällt auf die größten fünf Kunden?
  • Wareneinsatz und Rohertrag je Auftrag und Auftragsart; dazu gibt es keine belastbaren Daten für die Branche.
  • Personalkosten: feste Küchenkräfte gegenüber Aushilfen und Servicepersonal je Veranstaltung.
  • Auslastung und Saisonalität: Sommerfeste, Hochzeiten und Weihnachtsfeiern erzeugen Spitzen, Flauten sind einzuplanen.
  • Umsatz je Quadratmeter: für die Produktionsküche kaum aussagekräftig und nicht systematisch veröffentlicht; dazu gibt es keine belastbaren Daten.
  • Auftragsbestand für die nächsten Monate und Anzahlungen.

Die Abhängigkeit vom bisherigen Inhaber ist bei Catering oft hoch, weil Angebote, Kundenpflege und Küchenleitung in einer Person zusammenlaufen.

Catering kaufen Preis: Preistreiber und Bewertung

Belastbare, öffentlich zugängliche Kaufpreise oder Multiplikatoren für Cateringunternehmen gibt es nicht. Wer eine Spanne zum Thema Catering kaufen Preis sucht, findet nur Einzelangaben aus Anzeigen, die sich nicht überprüfen lassen. Bewerten Sie daher stets den konkreten Betrieb.

Preistreiber sind der nachhaltig erzielbare, um Inhaberlohn bereinigte Gewinn, die Kundenstruktur und deren vertragliche Bindung, der Zustand von Küche, Fahrzeugen und Equipment, Mietvertrag und Standort der Produktionsküche, die Qualifikation und Bindung des Küchen- und Serviceteams sowie die Übergabefähigkeit des Inhabers. Ein hoher Anteil Inventar am Kaufpreis ist bei Betrieben ohne belastbare Kundenverträge üblich, sagt aber nichts über den Ertragswert.

Ein erster Anhaltspunkt für den Ertragswert ist der Rechner Unternehmenswert berechnen; er liefert eine Indikation, keine Bewertung. Grundlagen erklärt der Ratgeber Unternehmensbewertung.

Hygiene, Gaststättenrecht und Genehmigungen

Ein Cateringbetrieb ist kein Handwerk mit Meisterpflicht; eine Qualifikation als Meister ist nicht vorgeschrieben. Rechtlich entscheidend sind andere Bereiche.

Lebensmittelhygiene und Registrierung

Lebensmittelunternehmer müssen ihren Betrieb nach der EU-Hygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004 bei der zuständigen Behörde registrieren lassen und Verfahren nach den HACCP-Grundsätzen einrichten [4]. Für Sie als Käufer heißt das: Prüfen Sie Registrierung, Eigenkontrolldokumentation und die Berichte der Lebensmittelüberwachung. Beim Betriebsübergang sind Registrierung und Betreiberwechsel gegenüber dem zuständigen Amt anzuzeigen; die Zuständigkeit liegt regional, fragen Sie vorab nach.

Belehrung nach Infektionsschutzgesetz

Wer gewerbsmäßig bestimmte Lebensmittel herstellt, behandelt oder in Verkehr bringt, darf nach § 43 IfSG erst nach einer Belehrung durch das Gesundheitsamt tätig werden; Folgebelehrungen sind vorgesehen [5]. Fragen Sie nach den Nachweisen für alle Mitarbeitenden.

Gaststättenerlaubnis

Nach § 2 Abs. 1 GastG bedarf der Erlaubnis, wer ein Gaststättengewerbe betreiben will; ausgenommen sind unter anderem Betriebe, die nur alkoholfreie Getränke oder zubereitete Speisen abgeben (§ 2 Abs. 2) [3]. Da die Länder das Gaststättenrecht eigenständig regeln, kann die Erlaubnis- oder Anzeigepflicht je nach Bundesland und Betriebsart abweichen [6]. Wer bei Veranstaltungen Alkohol ausschenkt, sollte die Rechtslage vor Ort klären. Erlaubnisse sind meist personen- und raumbezogen und gehen nicht automatisch mit dem Kauf auf Sie über; zur Übertragung hilft der Ratgeber Gaststättenkonzession übernahme. Rechtliche Fragen klären Sie mit einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt, M&A Börse berät nicht.

Prüfung des Betriebs vor dem Kauf

Wer eine Cateringfirma kaufen will, prüft vorab Zahlen, Verträge, Hygiene und Personal. Die Checkliste dieser Seite nennt die typischen Punkte der Branche; die allgemeine Methode erläutert der Ratgeber Due Diligence. Besonders wichtig sind bei Catering Kundenverträge mit Kündigungsfristen, die Zustände von Fahrzeugen und Küchengeräten, die Hygienedokumentation und die Frage, welche Mitarbeitenden nach dem Verkauf tatsächlich bleiben. Für die Vertraulichkeit während der Prüfung stellt die Plattform eine NDA-Vorlage bereit; lassen Sie Vertragsunterlagen rechtlich prüfen.

Finanzierung des Kaufs

Für Übernahmen kommt unter anderem der ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW in Betracht. Er umfasst bis zu 200.000 €, davon höchstens 80.000 € für Betriebsmittel, hat Laufzeiten von bis zu 5 oder bis zu 10 Jahren und stellt die Hausbank zu 80 % vom Kreditrisiko frei [2]. Förderfähig sind Gründungen und Übernahmen, nicht aber Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind. Den Antrag stellen Sie über Ihre Hausbank, vor Beginn des Vorhabens [2]. Aktuelle Konditionen entnehmen Sie der KfW-Produktseite; Landesförderbanken bieten teils eigene Programme. Eine Beispielrechnung ermöglicht der Unternehmenskauf Finanzierung Rechner. Banken achten bei Catering auf Kundenbindung und Auftragslage, legen Sie daher Verträge und Planung vor.

Übernehmen, verkaufen, abgeben: Wege für Käufer und Inhaber

Käufer: Wenn Sie ein Catering übernehmen wollen, setzen Sie auf Betriebe mit dokumentierten Kunden und einer Übergabephase. Auch Cateringfirma übernehmen lässt sich im Team mit einer Küchenleitung leichter bewältigen. Setzen Sie Alerts ("Benachrichtigen"), um neue Inserate zu erhalten, oder stellen Sie ein eigenes Kaufgesuch ein.

Inhaber: Wer sein Catering verkaufen will oder einen Nachfolger sucht, sollte Kundenstruktur, Verträge, Hygienedokumentation und Zahlen aufbereiten. Anonyme Inserate schützen Mitarbeitende und Kunden; das Exposé erhalten Interessenten erst nach einer digitalen Geheimhaltungserklärung. Ein Inserat mit dem Hinweis catering nachfolger gesucht oder catering abzugeben wirkt glaubwürdiger, wenn die Übergabe geplant ist. Wie Sie Ihr Vorhaben veröffentlichen, erfahren Sie unter unternehmen verkaufen. Bei Bedarf hilft das Beraterverzeichnis der Plattform. Hinweis: Die Plattform stellt nur den Kontakt her.

Kennzahlen, auf die Käufer bei Cateringunternehmen achten

KennzahlWarum sie zähltOrientierung
Umsatzstruktur nach KundengruppenZeigt, wie planbar Aufträge sind: Rahmenverträge tragen besser als Einzelveranstaltungen.keine belastbaren Daten
KundenkonzentrationHängt viel Umsatz an wenigen Kunden, ist der Verlust eines Auftraggebers ein erhebliches Risiko.keine belastbaren Daten
WareneinsatzquoteBestimmt den Rohertrag je Auftrag; keine belastbaren Branchenrichtwerte.keine belastbaren Daten
PersonalkostenquotePersonal ist der größte Kostenblock; Arbeitskosten im Gastgewerbe stiegen deutlich seit 2019 [1].+39,6 % ggü. Q4 2019 (Arbeitskosten Gastgewerbe) [1]
Auslastung und SaisonalitätSpitzen im Sommer und Advent erfordern Liquiditätsplanung für schwächere Monate.keine belastbaren Daten
AuftragsbestandGebuchte Veranstaltungen zeigen die kurzfristige Ertragslage nach der Übergabe.keine belastbaren Daten
Umsatz je QuadratmeterFür Produktionsküchen wenig aussagekräftig; stattdessen Auslastung der Küche betrachten.keine belastbaren Daten

Preisorientierung und Bewertungsansatz

Belastbare Kaufpreise oder Multiplikatoren für Cateringunternehmen liegen nicht vor. Preistreiber sind bereinigter Gewinn, vertragliche Bindung der Kunden, Zustand von Küche und Fahrzeugen, Team und Übergabefähigkeit des Inhabers. Eine erste Indikation liefert der Rechner Unternehmenswert berechnen.

Für Multiplikatoren in dieser Branche gibt es keine belastbaren öffentlichen Daten. Wir zeigen daher keine Spanne an.

Unternehmenswert berechnen

Zahlen mit Quellenangabe in eckigen Klammern; Quellen am Seitenende.

Due-Diligence-Checkliste: Cateringunternehmen

  • Jahresabschlüsse und BWA der letzten drei Jahre, bereinigt um Inhaberlohn
  • Umsatz nach Kunden und Auftragsarten, Top-5-Kunden
  • Rahmen- und Kundenverträge mit Laufzeiten, Kündigungsfristen und Übertragbarkeit
  • Auftragsbestand und Anzahlungen für die nächsten Monate
  • Registrierung als Lebensmittelunternehmen und HACCP-/Eigenkontrolldokumentation
  • Berichte der Lebensmittelüberwachung und etwaige Beanstandungen
  • Belehrungsnachweise nach § 43 IfSG für alle Mitarbeitenden
  • Gaststättenerlaubnis oder Anzeige, soweit nach Landesrecht erforderlich, und Übertragbarkeit
  • Mietvertrag der Produktionsküche: Laufzeit, Miete, Abtretbarkeit
  • Inventarliste: Küchengeräte, Transport- und Wärmeequipment, Zustand und Eigentum
  • Fahrzeuge: Fahrzeugbriefe, Leasing, Wartungsnachweise
  • Arbeitsverträge, Aushilfen, Minijobs und Übergang nach § 613a BGB
  • Versicherungen: Betriebshaftpflicht, Lebensmittelrückruf, Inhalt
  • Lieferantenverträge und Konditionen, Abhängigkeit von Einzellieferanten
  • Umgang mit Allergenen und Kennzeichnungspflichten dokumentiert

Kaufgesuche in dieser Branche

Noch keine öffentlichen Kaufgesuche. Inhaber können ihr Unternehmen anonym inserieren und werden mit passenden Käufern abgeglichen.

Häufige Fragen

Wie finde ich eine Cateringfirma zum Kauf?

Auf M&A Börse stehen anonyme Inserate; Interessenten erhalten das Exposé nach einer digitalen Geheimhaltungserklärung. Sie können außerdem Benachrichtigungen einrichten oder ein Kaufgesuch einstellen. Die Plattform stellt nur den Kontakt her.

Was kostet ein Cateringbetrieb?

Dazu gibt es keine belastbaren, öffentlich zugänglichen Daten. Der Preis hängt vom bereinigten Gewinn, den Kundenverträgen und dem Zustand von Küche und Fahrzeugen ab. Eine erste Indikation liefert der Rechner Unternehmenswert, eine Bewertung ersetzt er nicht.

Brauche ich einen Meisterbrief für ein Catering?

Nein, Catering ist kein zulassungspflichtiges Handwerk. Es gelten aber Hygienevorschriften, die Belehrung nach § 43 IfSG und gegebenenfalls das Gaststättenrecht des Landes [3][5].

Muss ich den Betrieb nach dem Kauf registrieren?

Lebensmittelunternehmen sind nach der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 bei der zuständigen Behörde zu registrieren [4]. Klären Sie das Vorgehen beim Betreiberwechsel mit dem Amt vor Ort.

Geht die Gaststättenerlaubnis auf mich über?

Nicht automatisch. Erlaubnisse sind meist personen- und raumbezogen, und die Länder regeln das Gaststättenrecht unterschiedlich [3][6]. Fragen Sie vor dem Kauf bei der zuständigen Behörde nach.

Welche Förderung gibt es für die Übernahme?

Der KfW-ERP-Gründerkredit StartGeld ist ein Beispiel; er umfasst bis zu 200.000 € [2]. Weitere Programme bieten die Landesförderbanken. Der Antrag läuft über die Hausbank.

Worauf sollte ich bei Kundenverträgen achten?

Auf Laufzeit, Kündigungsfristen, Preisanpassung und darauf, ob Verträge beim Verkauf übertragbar sind. Lassen Sie diese Punkte rechtlich prüfen.

Berät M&A Börse bei Kauf oder Verkauf?

Nein. Die Plattform bietet keine Vermittlung, nimmt keine Provision und gibt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Berater finden Sie im Verzeichnis.

Weiterführende Seiten

Quellen

  1. [1] DEHOGA Bundesverband: DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2025 (Stand 24. Februar 2026) (abgerufen 2026-10)
  2. [2] KfW: ERP-Gründerkredit – StartGeld (067) (abgerufen 2026-10)
  3. [3] Gesetze im Internet (BMJV): § 2 GastG – Erlaubnis (abgerufen 2026-10)
  4. [4] EUR-Lex: Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene (abgerufen 2026-10)
  5. [5] Gesetze im Internet (BMJV): § 43 IfSG – Belehrung, Bescheinigung des Gesundheitsamts (abgerufen 2026-10)
  6. [6] IHK für München und Oberbayern: Gaststättenrecht (abgerufen 2026-10)