Zum Inhalt springen
M&A Börse

Bistro kaufen – Angebote & Nachfolge

Wer ein Bistro kaufen möchte, erwirbt in der Regel einen kleinen, speisengeprägten Gastronomiebetrieb mit überschaubarer Karte, wenigen Sitzplätzen und schlanker Küche. Sein Wert hängt an Lage, Stammkundschaft, Mietvertrag und Kostenstruktur. Die Branche steht unter Druck: Das Gastgewerbe verbuchte 2025 real das sechste Verlustjahr in Folge [1]. Diese Seite ordnet Marktlage, Kennzahlen, Preisfindung, Genehmigungen und Finanzierung ein. M&A Börse stellt nur den Kontakt zwischen Inserenten und Interessenten her, ohne Vermittlung, Provision oder Rechts- und Steuerberatung.

Stand: Oktober 2026

Aktuelle Angebote: Bistro

0 Inserate

Weitere Filter
Zurücksetzen

Aktuell keine öffentlichen Inserate für Bistro.

Viele Übergaben laufen diskret. Legen Sie ein anonymes Kaufgesuch an – Verkäufer und Berater können Sie dann direkt über die Plattform kontaktieren.

Situation am Markt und Begriffe: Bistro, Imbiss, Café

„Bistro“ ist kein rechtlich geschützter Begriff. Gemeint ist meist ein kleines Lokal mit einfacher Küche, oft mit Mittagstisch, Frühstück oder wechselnden Tagesgerichten, das zwischen Café, Imbiss und Restaurant liegt. Die amtliche Statistik führt Bistros nicht als eigene Kategorie. Je nach Konzept zählen sie zu Restaurants, Cafés oder Imbissstuben [1]. Wer überwiegend Kaffee und Kuchen verkauft, findet Hinweise unter Cafe kaufen; für Betriebe mit Theke und Schnellverzehr ist Imbiss kaufen einschlägig, für Lokale mit Bedienung und größerer Karte Restaurant kaufen. Einen Überblick über die gesamte Branche gibt die Seite Gastronomie kaufen.

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts, die der DEHOGA auswertet, gab es 2023 in Deutschland 65.919 umsatzsteuerpflichtige Restaurants, 11.153 Cafés und 35.728 Imbissstuben. 2019 waren es 70.619 Restaurants, 11.761 Cafés und 37.056 Imbissstuben [1]. Das Angebot an Betrieben ist groß, die Zahl liegt aber unter dem Vorkrisenniveau.

Der reale Umsatz des Gastgewerbes lag 2025 um 14,8 % unter dem Jahr 2019, nominal 11,6 % darüber. Für die speisengeprägte Gastronomie nennt der DEHOGA real minus 16,6 % gegenüber 2019 und minus 2,6 % gegenüber 2024 [1]. Das sind Branchenwerte, keine Aussage über einzelne Betriebe.

Worauf Käufer bei einem Bistro achten

Entscheidend ist, ob der Betrieb nach allen Kosten und einem angemessenen Unternehmerlohn Gewinn abwirft. Die Kosten sind gestiegen: Die Arbeitskosten im Gastgewerbe lagen im vierten Quartal 2025 um 39,6 % über dem Wert des vierten Quartals 2019, der Mindestlohn stieg zu Jahresbeginn 2026 um 8,4 %, und die Preise für Gaststättendienstleistungen erhöhten sich von Januar 2022 bis Januar 2026 um 28,2 % [1].

Kennzahlen, die Sie sich belegen lassen sollten

  • Umsatzentwicklung der letzten drei Jahre, getrennt nach Mittagsgeschäft, Abendgeschäft, Getränken und Außer-Haus-Verkauf.
  • Wareneinsatz und Rohertrag: Amtlich erhobene Richtwerte für Bistros gibt es nicht; stützen Sie sich auf die Zahlen des Betriebs.
  • Personalkosten einschließlich Aushilfen, Minijobs und der Mitarbeit des Inhabers.
  • Mietquote: Miete und Nebenkosten im Verhältnis zum Umsatz sowie die Restlaufzeit des Mietvertrags.
  • Stammkundenanteil, Tagesverlauf, Saisonalität und Lieferdienstanteil.
  • Umsatz je m² und Sitzplatz: wird nicht systematisch veröffentlicht, dazu gibt es keine belastbaren Daten.

Bei kleinen Lokalen steht und fällt der Ertrag oft mit der Arbeitskraft des Betreibers. Prüfen Sie, welche Umsätze an Person und Team gebunden sind und wie sich eine Übergabephase gestalten lässt.

Bistro kaufen Preis: Preistreiber und Bewertung

Belastbare, öffentlich zugängliche Kaufpreise oder Multiplikatoren für Bistros gibt es nicht. Der DEHOGA veröffentlicht Umsatz- und Strukturdaten, aber keine Transaktionspreise [1]. Angaben aus Anzeigen oder Beratungsblogs sind nicht überprüfbar und werden hier nicht übernommen. Wer ein Bistro kaufen Preis-Spannen zuordnen will, sollte daher den konkreten Betrieb bewerten und keine pauschalen Faustformeln anwenden.

Preistreiber sind der nachhaltig erzielbare Gewinn, Lage und Laufkundschaft, Restlaufzeit und Konditionen des Mietvertrags, der Zustand von Küche, Kühlung und Einrichtung, die Abhängigkeit vom bisherigen Inhaber sowie Personal und Lieferverträge. Üblich ist ein Ertragswert auf Basis bereinigter Ergebnisse, bei sehr kleinen Betrieben ergänzt um den Wert des Inventars.

Die Ablöse ist keine Gebühr für eine Erlaubnis, sondern ein vereinbarter Preis für Inventar und Einrichtung, manchmal auch für Kundenstamm und Konzept. Bei jedem Bistro ablöse-Angebot sollten Sie eine Inventarliste mit Eigentumsverhältnissen verlangen. Wie sich eine solche Summe herleiten lässt, erklärt der Ratgeber zur Ablösesumme. Eine erste Indikation liefert der Rechner Unternehmenswert berechnen; er ersetzt keine Bewertung. Grundlagen finden Sie im Ratgeber Unternehmensbewertung.

Gaststättenrecht, Hygiene und Auflagen

Ein Bistro ist kein Handwerk und unterliegt keiner Meisterpflicht.

Nach § 2 Abs. 2 GastG braucht keine Erlaubnis, wer nur alkoholfreie Getränke oder zubereitete Speisen abgibt [3]. Ein Bistro ohne Alkoholausschank wird deshalb über Gewerbeanmeldung und Anzeige bei der Gemeinde erfasst [4]. Das Gaststättenrecht ist heute überwiegend Landesrecht und weicht zwischen den Bundesländern ab. Sobald Sie Wein, Bier oder Sekt ausschenken wollen, kann je nach Land eine Erlaubnis oder Anzeige nötig sein. Eine bestehende Erlaubnis ist an Person und Räume gebunden und geht nicht automatisch mit dem Kauf auf Sie über; klären Sie das vorab mit der örtlichen Behörde. Weiterführende Hinweise bietet der Ratgeber Gaststättenkonzession übernahme.

Weitere Pflichten:

  • Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn Sie mit Lebensmitteln umgehen, und Beachtung der Lebensmittelhygiene mit Kontrollen der Lebensmittelaufsicht [4].
  • Außenplätze benötigen in der Regel eine Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde.
  • GEMA bei Musik, Lärmschutz und Abfallentsorgung.

Prüfen Sie außerdem, ob der Mietvertrag auf Sie übergeht oder neu geschlossen wird. Details dazu stehen im Ratgeber Gewerbemietvertrag übernehmen. Rechtliche Fragen klären Sie mit einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt; M&A Börse berät nicht.

Prüfung vor dem Kauf: Zahlen, Verträge, Genehmigungen

Bitten Sie den Verkäufer um Jahresabschlüsse oder Einnahmen-Überschuss-Rechnungen, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Kassenberichte samt Protokollen und die Inventarliste. Besonders wichtig sind Mietvertrag, Arbeitsverträge und die Frage, ob Alkoholausschank oder Außenfläche genehmigt sind. Das Vorgehen im Detail beschreibt der Ratgeber zur Due Diligence; die branchenspezifischen Prüfpunkte finden Sie in der Checkliste auf dieser Seite.

Den Kontakt zu Verkäufern stellt M&A Börse über anonyme Inserate her. Das Exposé erhalten Sie nach einer digitalen Geheimhaltungsvereinbarung.

Finanzierung: KfW, Hausbank und Mehrwertsteuer

Für Übernahmen kommt unter anderem der ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW in Betracht. Er umfasst bis zu 200.000 €, davon höchstens 80.000 € für Betriebsmittel, und die KfW übernimmt 80 % des Risikos der Hausbank. Förderfähig sind Gründungen und Übernahmen innerhalb von fünf Jahren nach Gründung des Unternehmens. Den Antrag stellen Sie über eine Bank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank, nicht direkt bei der KfW [5]. Aktuelle Konditionen entnehmen Sie der KfW-Produktseite; die Landesförderbanken bieten teils eigene Programme. Einen Überblick gibt der Ratgeber Förderung Unternehmensnachfolge. Für eine Beispielrechnung eignet sich der Unternehmenskauf Finanzierung Rechner, Grundlagen erklärt der Ratgeber Unternehmenskauf finanzieren.

Steuerlich relevant: Seit 1. Januar 2026 gelten für Speisen in der Gastronomie 7 % Umsatzsteuer, für Getränke weiterhin 19 % [2]. Wie stark ein Bistro davon profitiert, hängt vom Anteil der Speisen am Umsatz ab. Rechnen Sie das mit Ihrer Steuerberatung durch; Garantien für die künftige Rentabilität gibt es nicht.

Bistro übernehmen, pachten oder verkaufen

Als Interessent haben Sie drei Wege: den Kauf mit Inventar, die Fortführung als Nachfolger eines Inhabers im Ruhestand oder die Pacht. Wer ein Bistro übernehmen will, klärt zuerst, welche Verträge mitgehen. Beim Bistro pachten bleibt der Eigentümer Eigentümer von Räumen und gegebenenfalls Einrichtung; prüfen Sie Laufzeit, Pachtzins, Instandhaltungspflichten und Vorkaufsrechte. Anzeigen lauten etwa „Bistro zu verkaufen“ oder „Bistro abzugeben“ und meinen meist Betrieb, Inventar und Mietverhältnis, nicht immer aber den Mietvertrag selbst. Wer noch nichts Passendes findet, kann über Firma zu kaufen gesucht ein eigenes Gesuch aufgeben. Allgemeine Hinweise zum Ablauf enthält die Startseite zu Unternehmen kaufen.

Wer ein Bistro verkaufen möchte, bereitet Zahlen auf, klärt Mietvertrag und Genehmigungen und plant eine Übergabezeit ein. Ein Inserat „Bistro Nachfolger gesucht“ wirkt glaubwürdiger, wenn Erwartungen an Preis und Einarbeitung früh offen benannt werden. Sie können anonym Unternehmen verkaufen; Interessenten sehen den Namen erst nach der Geheimhaltungsvereinbarung.

Kennzahlen, auf die Käufer bei Bistro achten

KennzahlWarum sie zähltOrientierung
UmsatzentwicklungZeigt, ob der Betrieb dem schwachen Branchentrend folgt oder davon abweicht.Speisengeprägte Gastronomie 2025: real -2,6 % gegenüber 2024 [1]
Wareneinsatz und RohertragBestimmt, was nach Zutaten und Getränken übrig bleibt.keine belastbaren Daten
PersonalkostenquoteGrößter Kostenblock; Löhne stiegen zuletzt stark.Arbeitskosten im Gastgewerbe +39,6 % gegenüber 2019 (4. Quartal 2025) [1]
Mietquote und MietvertragHohe Miete oder kurze Restlaufzeit drückt den Wert.keine belastbaren Daten
Stammkundenanteil und MittagsgeschäftStabile Frequenz macht Umsätze planbar.keine belastbaren Daten
Umsatz je m²Wird nicht systematisch veröffentlicht; Vergleich nur mit Betriebsdaten.keine belastbaren Daten
Saisonalität und AußenplätzeAußenflächen steigern den Sommerumsatz, brauchen aber Genehmigung.keine belastbaren Daten

Preisorientierung und Bewertungsansatz

Für Bistros liegen keine öffentlich belegbaren Kaufpreise oder Multiplikatoren vor. Üblich ist ein Ertragswert auf Basis bereinigter Ergebnisse, bei kleinen Betrieben ergänzt um den Inventarwert.

Für Multiplikatoren in dieser Branche gibt es keine belastbaren öffentlichen Daten. Wir zeigen daher keine Spanne an.

Unternehmenswert berechnen

Zahlen mit Quellenangabe in eckigen Klammern; Quellen am Seitenende.

Due-Diligence-Checkliste: Bistro

  • Jahresabschlüsse oder Einnahmen-Überschuss-Rechnungen der letzten drei Jahre
  • Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) und Kassenberichte
  • Kassensystem mit TSE und lückenlose Kassenprotokolle prüfen
  • Mietvertrag: Restlaufzeit, Miethöhe, Verlängerungsoption, Zustimmung des Vermieters
  • Inventarliste mit Eigentumsverhältnissen (Leasing, Eigentumsvorbehalt)
  • Zustand und Alter von Küche, Kühlung, Lüftung und Fettabscheider
  • Anzeige oder Erlaubnis für Alkoholausschank nach Landesrecht
  • Genehmigung der Außenfläche (Sondernutzung) und Sitzplatzzahl
  • Hygienedokumentation und Kontrollberichte der Lebensmittelaufsicht
  • Belehrungen nach Infektionsschutzgesetz für das Personal
  • Arbeitsverträge, Minijobs und Betriebsübergang nach § 613a BGB
  • Lieferantenverträge (Getränke, Waren, Geräteleasing) und Kündigungsfristen
  • Lieferdienst-Vereinbarungen und Plattformprovisionen
  • Abhängigkeit vom bisherigen Inhaber und Plan für die Übergabephase
  • Bewertungen, Online-Auftritt und GEMA-Vereinbarung

Kaufgesuche in dieser Branche

Noch keine öffentlichen Kaufgesuche. Inhaber können ihr Unternehmen anonym inserieren und werden mit passenden Käufern abgeglichen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Bistro zum Kauf?

Dazu gibt es keine belastbaren Daten. Der Preis hängt von Ertrag, Lage, Mietvertrag und Inventar ab. Nutzen Sie den Bewertungsrechner nur als Indikation und lassen Sie das konkrete Objekt prüfen.

Braucht ein Bistro eine Gaststättenerlaubnis?

Wer nur alkoholfreie Getränke oder zubereitete Speisen abgibt, braucht nach § 2 Abs. 2 GastG keine Erlaubnis [3]. Beim Ausschank von Alkohol richtet sich das nach dem Recht des Bundeslandes. Fragen Sie vor dem Kauf bei der örtlichen Behörde nach.

Brauche ich als Käufer eine Meisterprüfung?

Nein, die Gastronomie ist kein zulassungspflichtiges Handwerk. Bei umfangreicher eigener Herstellung von Backwaren oder Fleischprodukten klären Sie mit der Handwerkskammer, ob handwerksrechtliche Vorgaben berührt sind.

Was bedeutet Ablöse beim Bistro?

Die Ablöse ist der Preis, den ein Nachfolger dem Vorbesitzer für Einrichtung, Inventar und gelegentlich Kundenstamm zahlt. Regeln Sie sie schriftlich im Kaufvertrag mit Inventarliste.

Lohnt es sich, ein Bistro zu pachten statt zu kaufen?

Pacht senkt den Kapitalbedarf, bindet Sie aber an Pachtzins und Laufzeit. Prüfen Sie, wem das Inventar gehört und wer Reparaturen trägt. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht.

Welche Förderung kommt für eine Übernahme infrage?

Unter anderem der KfW-Kredit StartGeld mit bis zu 200.000 € und 80 % Risikoübernahme [5]. Hinzu kommen Programme der Landesförderbanken. Der Antrag läuft über Ihre Bank.

Wie gebe ich mein Bistro an einen Nachfolger ab?

Veröffentlichen Sie ein anonymes Inserat, bereiten Sie Zahlen und Mietvertrag auf und planen Sie eine Einarbeitung. M&A Börse stellt nur den Kontakt her, nicht den Abschluss.

Weiterführende Seiten

Quellen

  1. [1] DEHOGA Bundesverband: DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2025 (Stand 24. Februar 2026) (abgerufen 2026-10)
  2. [2] IHK Darmstadt: Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie ab 2026 (abgerufen 2026-10)
  3. [3] Gesetze im Internet (BMJV): § 2 GastG – Erlaubnis (abgerufen 2026-10)
  4. [4] IHK Berlin: Existenzgründung in der Gastronomie ohne Alkohol (abgerufen 2026-10)
  5. [5] KfW: ERP-Gründerkredit – StartGeld (067) (abgerufen 2026-10)